
Dass Briten harte Trinkgenossen sind, wissen wir und geniale Erfinder dazu ebenso. Britische Offiziere in der indischen Armee kamen 1825 auf die grandiose Idee ihre bittere Anti-Malaria-Medizin aus peruanischem Chinin-Extrakt mit Sodawasser Zucker und Gin zu verdünnen, um sie überhaupt trinken zu können.
Aber die Briten wären nicht Briten, wenn sie das nicht auch noch nach stilvoller Art tun würden: in der Morgendämmerung trafen sich die Offiziere, um die Mixtur gemeinsam zu genießen. Der erste Longdrink der Geschichte war somit geboren und Gin Tonic wurde zum Synonym des British Empire.
Peruanisches Chinin als Antimalariamittel
Die Geschichte des Tonic Waters beginnt allerdings zwei Jahrhunderte früher mit einer Frau im Jahre 1638. Die Ehefrau des spanischen Vizekönigs in Peru, die Gräfin von Chinchon, war an Malaria erkrankt. Als letzte Hoffnung ihr Leben zu retten, bat der Vizekönig die örtlichen Inkas um ein Gegenmittel. Diese gaben ihr ein Getränk aus dem Quinquina Baum, der an den Hängen der Anden wuchs, zu trinken. Schnell erholte sich die Gräfin von ihrer Krankheit. Ihr zu Ehren gaben die Spanier dem Baum den Namen Cinchona.
Chinarinde so wertvoll wie Gold
Der Rest der Geschichte ist bekannt, die Inkas wurden um ihr Gold betrogen, ausgerottet und das Land kolonialisiert. Die Rinde des Chinchonabaums wurde nach Europa exportiert und avancierte zum Verkaufsschlager. Die Nachfrage nach Chinarinde stieg enorm, worauf Peru ein Verbot zum Export der Samen des Cinchonabaums erließ. Als Folge stiegen die Preise auf dem Weltmarkt für Chinarinde enorm und der peruanische Cinchona Baum wurde fast komplett ausgerottet.
Chinarindenplantagen in Java und Indonesien
1862 schmuggelte Charles Ledger Cinchona Sämlinge aus Peru und verkaufte sie an die niederländische Regierung. Die holländische Kolonialmacht begann nun Chinarinde auf großen Plantagen in Java und Indonesien anzubauen. Mit großem Erfolg: bis zum zweiten Weltkrieg hatten die asiatischen Plantagen einen Marktanteil von 95 %. Als die Japan 1942 Indonesien okkupierten, weil sie auf das dortige Erdöl scharf waren, sahen sich die Alliierten in einen Krieg verwickelt in Regionen, wo Malaria graßierte. Wissenschaftler wurden beauftragt neue Quellen für Chinin zu finden und so kam es zur synthetischen Produktion.
Synthetische Produkte von Tonic Water
Es kam wie es kamen musste. Nach dem Krieg fingen Großkonzerne mit der künstlichen Herstellung von Tonic Wasser an. Der urtümliche Geschmack ist in diesen Getränken nicht zu finden und mit der Grundidee haben diese Softgetränke nichts mehr zu tun. Wer stilvoll sein Gin Tonic genießen möchte, sollte zu natürlichem Tonic Water greifen.
Qtonic, rein, natürlich und kalorienreduziert
Seit gut 4 Jahren produziert eine handvoll New Yorker Jungs ein unverfälschtes natürliches Tonic Water Namens Qtonic. An einem lauen Sommerabend Gin Tonic trinkend, kam Ihnen die Idee ein Tonic Water mit dem ursprünglichen Charakter und nur den besten Inhaltsstoffen zu entwickeln. Ihre Reise führte sie nach Peru und Mexiko.
Handgepflückte Chinarinden werden zum ursprünglichen Extrakt verarbeitet und mit natürlichem Agave-Süßstoff aus Mexiko vermischt. Qtonic ist von allen Tonic Water auf dem Markt, dasjenige mit den wenigsten Kalorien. Sein Geschmack ist zu beginn scharf und klar, um danach in einen süßlichen Abgang zu verfallen.











