Gin ist längst keine Domäne der Briten mehr. Auch in Deutschland genauer im Schwarzwald wird Gin destilliert. Ok, dahinter stand ein britischer Gentleman und Lebemann: Montgomery Collins.

Von Indien über Berlin in den Schwarzwald

Als Uhrenliebhaber und Angehöriger der Air Force kam Monty Collins, geboren in Indien, nach dem Krieg ins zerstörte Berlin.
Er engagierte sich für den Wiederaufbau des Berliner Zoos und wurde Pate eines Javaneraffen Namens Max. Willig das Handwerk des Uhrmachers zu erlernen, zog Monty Collins in den nördlichen Schwarzwald. Allerdings war seine Vorliebe für Uhren größer als sein Talent und so wurde er Wirt vom Landgasthof „Zum wilden Affen“.

Gin Monkey 47 aus dem Schwarzwald

Wacholder und gutes Quellwasser als Zutaten für den Gin

Als britischer Gentleman dem Nationalgetränk Gin sehr angetan, fing er an sich mit der Herstellung des Getränks zu beschäftigen. Wacholder war ja in Hülle und Fülle vorhanden und das gute Quellwasser des Schwarzwalds schien ihm geeignet mit der Produktion eines Gins zu experimentieren durch Zugabe von verschiedener ortsansässiger Kräuter.

Rezeptur und Gin

In den 60ger Jahren verliert sich die Spur von Monty Collins. Bei Restaurationsarbeiten 40 Jahre später entdecken die Bauarbeiter eine kleine Holzschachtel mit einem Brief und einer Flasche Gin mit dem Namen „Max the Monkey – Schwarzwald Dry Gin“.

Zu Ehren des Mannes und seiner Geschichte heißt der heutige Gin – hergestellt nach der Originalrezeptur von Monty Collins Monkey 47. – Si non é vero e ben trovato.

Gin Monkey 47 aus dem Schwarzwald

Warum nun 47? Monty Collins, als Sohn eines Diplomatens in Indien geboren, mixte seinem Gin verschiedene Kräuter aus der Gegend und exotische Gewürze aus Indien bei; insgesamt 47 verschiedene Ingredienzien machen den Monkey 47 zu einem abgerundeten sehr schmackhaften Gin. Neben dem klaren Duft nach Wacholder, kommen Pfefferaromen und Zitrusnoten durch. Preiselbeeren geben eine leicht bittere Note, was den Gin Monkey 47 so charmant, komplex und exzentrisch macht. Ganz der Tradition verpflichtet, reift der Gin übrigens in Steingutgefäßen.

Den Sipping Gin bitte pur genießen oder als Gin Tonic

Einen solch wuchtigen Gin, der ganz der alten Schule entspricht, sollte man pur genießen. Auch als Gin Tonic ist er geeignet, dann aber bitte mit einem richtig guten Tonic Wasser wie Qtonic oder Fever Tree.

Kauftipp
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