Zum 75. Geburtstag der Barbour International Original Jacke besinnt sich Barbour auf seine Rennfahrertradition und bringt die Biker Jacke in einer frischen Nylon-Version heraus.

Steve MeQueen in einer Barbourjacke – kaum vorstellbar, die 60er Jahre Star und der Inbegriff des englischen Country Life‘s? In Anlehnung an seine Rennanzüge aus den 1970er Jahren lanciert Barbour in dieser Saison Biker-Jacken aus Nylon in sieben verschiedenen Farben, „Brights“ genannt. Ebenso wie die klassischen International Jackets oder die limitierten Sondereditionen natürlich gefüttert mit dem berühmte Ancient Tartan.

Die Barbour International hat das Zeug zur Stil-Ikone

Anläßlich des Firmenjubiläums rückt Barbour eine hierzu Lande längst nicht so bekannte Seite seines Traditionshauses in den Mittelpunkt. Wie schon bei den traditionellen Barbourjacken lag der Ursprung des Erfolgs in der zweckmäßigen Wachsbeschichtung. Dass deren Vorzüge gegen widrige Witterungsbedingungen nicht nur für Seefahrt, Jagdpartien und Landausflügen, sondern auch für Fahrten mit motorisierten Gefährten von großen Nutzen erkannte man früh. Schon im ersten Weltkrieg stattete Barbour alle Motorradlieferanten des Militärs mit Jacken und Overalls aus.

1936 entwickelte Duncan Barbour, der Enkel des Unternehmensgründers und passionierter Motorradfahrer, aus dem berühmten dunkelgrünen Wachs dann den ersten einteiligen Motorradanzug, den sogenannten International Suit.

Barbour International Jacke

Barbour International Original für Herren

In den 50er Jahren setzte sich das International Jacket bei Motorradfahrern immer mehr durch, nicht zuletzt wegen der charakteristische schrägen Brusttasche auf der linken Brust, die einen leichten Zugang zu Straßenkarten oder Zeitkarten bei Rennen ermöglichte. Als sie 1953 zur offiziellen Bekleidung für die legendären Vincent Motorcycles, Hersteller des weltweit schnellsten Motorrads, wurden, wechselte die Farbe vom typischen Grün zu Clubfarbe Schwarz. Und schon 1957 trugen 97 % aller Motorradfahrer, die am International Six Day Trial teilnahmen, die Barbour International.

Steve McQueen goes Eisenach

Und so kam auch Steve McQueen zu seiner International. Der passionierte Mustangfahrer lebte seine Begeisterung für motorisierte Untersätze nicht nur in Filmen wie „Bullit“ oder „Le Mans“ aus, sondern startete 1964 mit einer Triumph 650 bei den International-Sixdays als Mitglied der amerikanischen Nationalmannschaft in Eisenach.

Der Legende nach machte das amerikanische Team sogar extra einen Zwischenstopp in London, um dort die Barbour International Jacken zu erstehen. Als die inoffizielle Weltmeisterschaft des Geländemotorsports mitten im Kalten Krieg in Ostdeutschland ausgetragen wurde, kam es zu bizarren Szenen. Es war das erste Mal, dass Amerikaner an einer Motorsportveranstaltung im ehemaligen Ostblock teilnahmen. Und bei der Eröffnungszeremonie in Erfurt hielt dementsprechend das US-Team demonstrativ die amerikanische Flagge hoch, dahinter ein riesiges Leninportrait. Gewonnen wurde die Meisterschaft aber dennoch von den Ostdeutschen. Den wüstenerprobten Kaliforniern, zu deren Mannschaft damals übrigens auch der legendäre Stuntfahrer Bud Ekins gehörte, machte das rutschige Terrain zu schaffen. An den Jacken kann es jedenfalls nicht gelegen haben, die waren aus England und widrige Wetterverhältnisse und matschige Böden gewohnt.

Barbour International Orginal für Damen

Die International für Damen

Mit ihren charakteristischen sechs Taschen sind Barbour International Jackets auf motorisierten oder nichtmotorisierten fahrbaren Untersätzen, für Asphalt oder Morast ein ebenso unverzichtbarer wie modischer Begleiter. Das Barbour International Jacket wird bis heute nahezu unverändert produziert. Weitere Informationen zum Klassiker auf der offiziellen Jubiläumsseite von Barbour.

Fotos: Barbour

stylebop.com